Dr. Gerhard Huhn

Wir müssen die Kreativität vor den Kreativitätstechniken retten

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Ich habe mich gefragt:

Warum bringen Innovationsprozesse und Kreativitätstechniken (vom Brainstorming über 6-Hüte nach deBono bis zum derzeit gehypten Design Thinking) oft nur magere, blutleere Ergebnisse, bei denen man sich fragt

»na und« 

und relativ selten wirklich NEUES in die Welt?

Haben Sie bei sich selbst schon beobachtet, dass das Finden einer Lösung zu einer Quälerei wurde insbesondere wenn es wegen eines Präsentations-termins, eines Pitches, einer kritischen Situation etc. auf Schnelligkeit ankam?

Oder wie vertrackt es ist, wenn eine Entscheidung zwischen der Möglichkeit A und der Alternative B endlos hin und her schwankt, bis jemand auf die Idee kommt, es kann ja auch die Lösung C geben?

Bei anderen Gelegenheiten sprudelt eine gute Idee nach der anderen, so dass sogar eine Auswahl für die beste Idee möglich ist.

Ideen kommen nicht auf Knopfdruck. 

Kreativitätsmethoden oder teamorientierte Prozesse  wie z. B. das Design Thinking sollen helfen.

Aber tun sie das wirklich?

Die üblichen Herangehens-weisen haben nach meinen Beobachtungen einen entscheidenden Mangel:

Sie stützen sich fast nur auf ein horizontales Vorgehen.

Brainstorming, die Walt-Disney-Technik, die 6 Hüte-Methode oder das derzeit gehypte Design Thinking – immer wird eine lineare Struktur verfolgt.

Beim strikt phasenweisen Vorgehen – insbesondere unter Zeitdruck – geht die senkrechte, die Qualitätsdimension verloren. 

 

Die horizontalen Techniken setzen erklärtermaßen auf Quantität in der Hoffnung, dass sich innerhalb der Masse eine Qualität findet.

Doch: Hoffnung ist keine Strategie.

Es mag hilfreich sein, auf eine große Menge an Einfällen zu setzen. Aber zeitnah müssen auch wirklich gute, originelle und brauchbare Ideen produziert werden. 

Sehen wir uns an, warum das manchmal gelingt, meistens aber nicht:

Kreativitätsmethoden werden oft missverstanden! 

Richtig eingesetzt sind etliche der über 300 Kreativitäts-methoden großartig, wobei sich der praktische Einsatz auf weniger als ein Dutzend reduziert. Etliche Methoden sind auch allenfalls Varianten anderer, oder erfordern einen für den realen Einsatz zu großen Aufwand. Werden sie allerdings nicht fachgerecht eingesetzt oder moderiert oder als der einzige Weg zu Innovationen und kreativen Lösungen gesehen, führt das zu enttäuschenden Ergebnissen.

Allzu häufig wird inzwischen die Kreativität der Beteiligten durch Fehler beim Einsatz der Methoden sogar blockiert. 

Der kreative Prozess wird immer noch erforscht. Vieles bleibt vorläufig ein Rätsel. Inzwischen hat die Forschung zumindest aber eine Menge Erkenntnisse darüber gewonnen, was die Ideen-produktion fördert und was sie behindert oder verhindert. 

Nach meinen Beobachtungen wird dieses Wissen nur selten beachtet. 

Auffallend ist z. B., dass (laut »manager magazin«) nur ca. ein Drittel der unternehmensrelevanten Ideen im betrieblichen Umfeld, ein minimaler Prozentsatz mit Hilfe von Kreativitätstechniken, zwei Drittel aber in der Freizeit zustande kommen. (Was nicht an den Techniken liegt, sondern an de Art und Weise ihrer Verwendung.)

Besonders problematisch wird es, wenn man sich allein auf einen einzigen methodischen Prozess stützt. Die Versuchung liegt nah, sich dem Aktionismus der horizontalen Prozessabläufe hinzugeben.  So werden die emotionalen Turbulenzen vermieden, die wirklich schöpferische Menschen auszuhalten haben.

Ich habe  daher ein Workshopformat entwickelt, das diesen Mängeln abhelfen soll. Zwei Aspekte stehen dabei im Vordergrund:

1. Es ist ein tiefergehendes Verständnis des kreativen Prozesses erforderlich, damit die Methoden fachgerecht eingesetzt werden und in Teamprozessen nicht durch Zeitdruck in den falschen Momenten Blockaden der individuellen Kreativität hervorgerufen werden. 

2. Die horizontalen Phasen sind durch die »Vertikale Dimension« der Qualität zu ergänzen. 

 

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Warum kennen Computer keine Tränen?

Warum ist der Mathematiker Archimedes nackt auf die Straße gerannt?

Warum müssen Sie wegen der Folgen der Digitalisierung keine Angst vor persönlicher Arbeitslosigkeit haben

(oder doch?)

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Hier der Grund, warum es eine Antwort auf diese drei so unterschiedliche Fragen gibt:

Entgegen der Parole, dass die künstliche Intelligenz das wichtigste Zukunfts-Thema ist, möchte ich festhalten:

Die Zukunft wird nicht aus Algorithmen gebacken sondern aus menschlichem Geist. 

Algorithmen können beschleunigen, vereinfachen und Fehler vermeiden helfen, aber sie können (jedenfalls derzeit und in absehbarer Zukunft) keine unlogischen Sprünge über mehrere logische Ebenen hinweg machen und dabei Paradoxien erkennen, erzeugen und wertschätzen oder aus den aufblitzenden Assoziationen wieder etwas Brauchbares, NEUES gestalten. 

Computer können nicht über über Bisoziationen ins Lachen oder gar wie Archimedes bei seinem Einfall in der Badewanne außer sich vor Freude geraten.

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Sie kennen auch keine Verzweiflung, Tränen und Depression, wenn trotz aller Bemühungen keine Lösung auftauchen will – bei Kreativen oft der Auslöser für den nachfolgenden Durchbruch zum Neuen. 

Computer können weder weinen noch lachen. Sie mögen einen erheblichen Teil der Funktionen der sprachlich dominanten Großhirnhälfte übernehmen können.  

Die für die individuelle Ideenfindung und Problemlösungen  ausschlaggebenden emotionalen Impulse des Limbischen Systems, möglicherweise sogar Prozesse des Stammhirns, sowie vor allem die ganzheitlichen und nicht an die Gesetze der Logik gebundenen wilderen Gestaltungskräfte der stärker bildhaft arbeitenden anderen Großhirnhälfte können auf absehbare Zeit (und sehr wahrscheinlich auch in aller Zukunft – siehe Weizenbaum, Cicurel u. Nicolelis, Dreyfus u.a.)  nicht mit Algorithmen dargestellt werden. 

Hoffnungen auf kreative Lösungen durch die Digitalisierung sind Illusionen. Die Digitalisierung stößt bei der Kreativität an ihre Grenzen.

Den Warnrufen, es werde Millionen Arbeitsplätze durch die Digitalisierung verloren gehen, wird entgegen gehalten, dass auch viele neue Arbeitsplätze entstehen werden. Das mag stimmen. Genaues weiß man weder von der einen noch der anderen Entwicklung. Sicher ist, dass es massive Veränderungen geben wird. 

Und persönlich werden Sie nicht die großen Zahlen interessieren sondern die Frage, was heißt das für Sie persönlich? Ist Ihre berufliche Zukunft über die nächsten Jahre gesichert? Sind Sie unentbehrlich?

In diesen unruhigen Zeiten ist jedenfalls eins sicher:

Sobald Sie den Ruf gewinnen, ein kreativer Mensch zu sein, werden Sie zu denen gehören, die in Zukunft am meisten gesucht werden.

Wenn Sie sich die Menschen anschauen, die mit Algorithmen Milliardäre geworden sind, finden Sie u.a. heraus, dass Steve Jobs sein Studium abgebrochen und sich für Kalligrafie und Meditation begeistert hat, der Atari Gründer Nolan Bushnell auch als Erwachsener in erster Linie spielen wollte und die beiden Google Gründer Larry Page und Sergey Brin unter all den hochqualifizierten Bewerbern für den damaligen Posten des CEO von Google Eric Schmidt ausgewählt haben, weil er der einzige war, der wie die beiden Gründer ein Fan des jährlichen bizarren Burning Man Happenings in der Wüste von Nevada ist. 

Kreativität ist die Schlüsselfähigkeit zur Bewältigung der Zukunft. 

Sie ist der Ursprung und die Voraussetzung für jede Innovation.

Mangelnde Fantasie und nicht ausreichend genutzte Ideenkraft sind die Ursachen der meisten schwerwiegenden Probleme, sei es in Unternehmen und Organisationen, sei es privat.

Einfache Kreativitätstechniken allein helfen allerdings nicht viel weiter. Kreativität ist kein einzelner, methodischer Akt. Gedanklich Neues zu schaffen ist eine Frage des Bewusstseins genauso wie der Mobilisierung des Unbewussten, der inneren Einstellung und des persönlichen Umgangs mit Fantasie, Irrationalem und Unlogischem – unseren Tiefendimensionen.

Die Zukunft wird nicht aus Algorithmen gebacken sondern aus menschlichem Geist.

Wirklich Neues kommt in die Welt mit dem heuristischen Geschick des Erkundens, des Ausprobierens. Intellekt, Imagination, Intuition und Inspiration sind die Zutaten, Mut und Unbekümmertheit sind die Treibmittel.

All das steckt in Ihnen.

Sie werden es bereits etliche Male selbst erfahren haben. Jetzt können Sie diese Ressourcen auch bewusst einsetzen und verstärken.

Kreativität kann man zwar nicht lernen, denn als Potenzial steckt sie bereits in jedem Menschen. Aber sie wird unterschiedlich stark entfaltet und genutzt.  Vor allem: sie kann mobilisiert und erheblich verstärkt werden. Und das lässt sich sehr wohl lernen.

Im Workshop »EMERGENCE PROCESS« begleitet Sie der erfahrene Kreativitätstrainer und Leiter der Flow Akademie Berlin, Dr. Gerhard Huhn. Für den Workshop in der Schweiz konnten wir als Co-Trainerin Catherine Ackermann gewinnen. Frau Ackermann begleitet auf Basis eines persönlichen Erfahrungshintergrunds verbunden mit fundiertem Fachwissen als Health-Coach erfolgreich Menschen, die sich von inneren Blockaden befreien und ein selbst bestimmtes Leben führen wollen. Als Schauspielerin, Absolventin der Filmakademie Ludwigsburg – dort haben wir uns vor einigen Jahren anlässlich eines Kreativitäts-Workshops kennen gelernt – und heute als Filmproduzentin und Coach ist sie zutiefst mit den künstlerische wie den wirtschaftlichen Aspekten der Kreativität vertraut.

Sie erfahren und erleben, wie Sie Ihre eigene Ideenfindung und Ihre Fähigkeit, Probleme zu lösen, auf Wunsch jederzeit bewusst einsetzen können. 

Mit »emergence« oder Emergenz wird das Entstehen neuer Strukturen, das Auftauchen einer Gestalt, das Herausbilden des Neuen beschrieben.

Einige der Impulse, mit denen Sie Ihre Kreativität durch den EMERGENCE PROCESS Workshop stimulieren können:

den alpha-Zustand zur Ideenfindung nutzen und in 3 - 5 Minuten erreichen

eine Entdeckungsreise durch beide Großhirnhälften 

Innere Exkursionen (geleitete  Fantasiereisen)

Naturerfahrungen: »Empathie mit dem Kosmos« (Prof. Klaus Hoppe)

Progressive Muskelentspannung  

Steigerung der Willenskraft

Training der Vorstellungskraft

Musik, Bewegung, Humor, Lachen, kindliche Neugier und Spiel

der richtige Einsatz von Kreativitätsmethoden

Manchmal kommt es auf die Fähigkeit an, ganz allein zu suchen, manchmal ist das Miteinander optimaler und so benötigen wir die Erkenntnismöglichkeit, uns jeweils für eins von beiden entscheiden zu können. Dasselbe gilt für die Wahl zwischen den unterschiedlichen Denkstilen des konvergenten oder des divergenten Denkens und des flexiblen Wechselns. 

Es bedarf eines vielfältigen Repertoires von mentalen, psychischen und physischen Impulsen und des Knowhows ihres Einsatzes, um Fantasie und Kreativität anzuregen und zu brauchbaren Innovations-Resultaten zu führen.

Ist Ihnen das in der Schule, der Ausbildung oder beim Studium jemals systematisch angeboten worden? 

Jetzt haben Sie die Möglichkeit, in einem dreitägigen Intensiv-Workshop die Tür zu Ihrem ganz persönlichen Kreativitätsraum weit zu öffnen.

Ergänzen Sie die Möglichkeiten des linearen Vorgehens der bekannten Techniken, Methoden und Prozesse mit den unerschöpflichen Potenzialen der »Vertikalen Dimension« des Kreativen.

Es gilt, anders wahrzunehmen als gewohnt, Angst zu überwinden, mutiger zu sein und Begeisterung zu entwickeln. Nur wer sich als Teil der Welt empfindet, kann sich empathisch in evolutionäre Prozesse einfühlen und Wandel gestalten. Die Fragen eines Kindes stellen zu können, zu staunen und zumindest zeitweise zur bescheidenen Natürlichkeit zurück zu finden, kann weitaus stimulierender sein als auf Kennzahlen zu starren, um sie zu optimieren. 

Zu viel Betonung wird auf das zielgerichtete, konvergente Denken gelegt und zu wenig auf das divergente, nach Vielfalt strebende.

Es kommt darauf an, offen zu sein für Einfälle, Eingebungen, Geistesblitze, für nicht Erklärbares – »den göttlichen Funken« wie Arthur Koestler sein großartiges Buch über den schöpferischen Prozess betitelt hat. 

Dazu bedarf es einer inneren Gelassenheit. 

Kreativität hat zu tun mit der Bereitschaft, sich Ziele zu setzen und sie mit Commitment (dem inneren Verpflichtungsgefühl, eine Aufgabe auch wirklich zu bewältigen) und kraftvollem Willen zu verfolgen. Aber genauso wichtig ist die Fähigkeit loszulassen, zu spielen, zu fantasieren und letztlich ist das Schöpferische im Menschen sehr oft (oder immer?) eine Frage auch des Herzens, der Liebe, der Hingabe.

All das ist nichts für Algorithmen. Und für all das fehlt in linearen Prozessen, die zudem noch auf Beschleunigung angelegt sind, der Raum.

Ihre eigenen Möglichkeiten sind weitaus größer als Sie sich das momentan überhaupt vorstellen können. Stellen Sie sich der Digitalisierung nüchtern. Lassen Sie sich aber nicht von allmächtigen Illusionsvorstellungen berauschen. Beschleunigung ist kein echtes sondern nur ein pseudo Qualitätskriterium.

Das Beste, was Sie für die Absicherung Ihrer Zukunft tun können – werden Sie selbst zur Expertin, zum Experten für Kreativität und Innovation.

 

 

Dr. Huhn ist zertifizierter Lehrcoach und Mitglied der European Coaching Association und

Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kreativität

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Unternehmen, Organisationen und Hochschulen mit denen Dr. Huhn zusammenarbeitet oder zusammengearbeitet hat:

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